Ries-Apotheke e. K.

KONTROLLIERTE HERSTELLUNG

Als eine von wenigen Apotheken verfügen wir über ein eigenes Reinraumlabor. Auf mehr als 300 Quadratmetern betreiben wir eines der modernsten Labore dieser Art.

Wir greifen auf reichhaltige Reinraumlabor-Erfahrung zurück. Seit 15 Jahren stellen wir unter aseptischen Bedingungen individuelle parenterale Ernährung, Antibiotikatherapien, Chemotherapien, Schmerztherapien und eine große Bandbreite sonstiger Infusions- und Injektionslösungen her. Hinzu kommen  Spezialrezepturen für die Kinderheilkunde.

Der behandelnde Facharzt entscheidet über die optimale Therapie und gibt die benötigte Infusionslösung zur Herstellung frei. Wir reagieren mit hoher Flexibilität und professioneller Routine.

Die Ausgangsstoffe werden uns in konzentrierter und haltbarer Form geliefert. Speziell geschulte Fachkräfte stellen für jeden Patienten die Medikamente zur individuellen Anwendung her.

Höchste Qualität und Sicherheit stehen bei uns im Vordergrund. Daher gelten für uns selbstverständlich die Grundkonzepte der Qualitätssicherung der guten Herstellungspraxis (GMP) und der Qualitätskontrolle nach dem deutschen Arzneimittelgesetz. Jede Zubereitung wird nach dem Vier-Augen-Prinzip hergestellt, überprüft und freigegeben. Für jede Produktion gewährleisten wir eine lückenlose Dokumentation.

www.sterilherstellung-noerdlingen.de

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THERAPIESPEKTRUM

Parenterale Ernährung
Patienten im eigenen häuslichen Umfeld versorgen und parenteral ernähren zu können, hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Zusätzlich zu den industriell gefertigten Dreikammerbeuteln mit Standardzusammensetzungen hat sich das Reinraumlabor der Ries-Apotheke auf die Herstellung von ärztlich definierten, individuellen Rezepturen, z.B. für Patienten mit Kurzdarmsyndrom spezialisiert. Eine optimierte Verträglichkeit fördert maßgeblich den Therapieerfolg. Dank unserer Spezialisierung in diesem Bereich sind wir in der Lage, Patienten in kürzester Zeit mit komplexen und hochwertigen Zubereitungen zu versorgen.

Intradialytische Ernährung
Im Fall einer IDPE werden häufig individuell auf den Bedarf des Patienten abgestimmte Lösungen hergestellt. Die Lösungen (Compounding) werden von uns ggf. an die entsprechenden Dialysestationen geliefert. Die Ernährungstherapie für Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz ist nicht auf die parenterale Ernährung während der Dialyse beschränkt. Auch der Gebrauch von Trinknahrung kann als Unterstützung indiziert sein.

Antibiotikatherapie
Die ambulante parenterale Antibiotikatherapie ermöglicht es bei zahlreichen Infektionen, Patienten, die eine intravenöse Behandlung benötigen, bei gleicher Wirksamkeit und Sicherheit außerhalb der Klinik zu versorgen. Die persönliche Schulung vor Ort sorgt für die maximale Sicherheit, Therapietreue und mehr Lebensqualität. Stabile Patienten, die abgesehen von der Antibiose nicht mehr in der Klinik bleiben müssen, können ambulant versorgt und behandelt werden. Diese Form der ambulanten Versorgung wurde zuerst für Mukoviszidose-Patienten entwickelt und findet heute bei zahlreichen anderen Erkrankungen Anwendung. Die Verabreichung erfolgt über sogenannte elastomere Einmal-Infusionspumpen mit defi nierter Infusionsdauer. Über einen unabhängig von der Schwerkraft funktionierenden Mechanismus wird durch die elastomere Pumpe die kontinuierliche Verabreichung von Medikamenten ermöglicht.

Zytostatikazubereitung
Die Zytostatikazubereitungen werden bei uns im hauseigenen Reinraumlabor patientenindividuell und applikationsfertig hergestellt, wodurch sie in kürzester Zeit geliefert und zur stationären oder ambulanten Therapie verwendet werden können. Spezielle Programme halten und dokumentieren dabei die exakte Dosierung und achten auf die eventuelle Kumulationsgefahr der verwendeten Zytostatika. Dadurch können wir mit Auswertungen und mit Daten über definierte Behandlungszeiträume und Patientengruppen den behandelnden Arzt beraten.

Virustatikatherapie
Durch den wachsenden pharmakologischen und medizinischen Fortschritt gewinnt die ambulante Virustatikatherapie zunehmend an Bedeutung. Dabei stellen wir an die Herstellungsprozesse in unserem Reinraumlabor besondere Ansprüche. Ganciclovir hat beispielsweise erbgutschädigende und zytotoxische Nebenwirkungen und muss daher mit den gleichen Vorsichtsmaßnahmen zubereitet werden wie Zytostatika.

Schmerzversorgung
Neben der transdermalen und oralen Anwendung von Analgetika spielt die vom Patienten selbst kontrollierte Analgesie (PCA) eine entscheidende Rolle. Durch elastomere, mechanische oder elektrische exakt einstellbare Infusionspumpen lässt sich das dem Patienten individuell verordnete Medikament kontinuierlich und in der richtigen Dosierung verabreichen. Daraus resultiert eine erhöhte Mobilität. Unser Reinraumlabor hat sich auf die Schmerztherapie spezialisiert. Dank langjähriger Erfahrung haben wir die nötige Fachkenntnis, die für einen erfolgreichen Therapieverlauf erforderlich ist.